Fußbodenheizung wird mittlerweile von jedem zweiten Bauherrn in sein Eigenheim eingebaut. Beim genaueren Hinsehen zeigt die Heizvariante allerdings nicht nur Vorteile, sondern sie hat auch Nachteile! In diesem Artikel haben wir die drei größten Nachteile der klassischen Fußbodenheizung für dich zusammengefasst:

 

Nachteil #1: Trägheit der Fußbodenheizung

Bedeutendster Nachteil der klassischen Fußbodenheizung ist die „träge“ Reaktionszeit bei der Beheizung von Räumen. Die Rohre der Heizung liegen ca. 5–10 cm unter dem Oberbelag, dadurch muss die Wärme erst durch den mehrere Zentimeter starken Estrich. Erst nach mind. 6–7 Stunden, wird die gewünschte Temperatur an den Raum abgegeben.

Dieser langsame Prozess verlangt daher, dass auch an Tagen, an denen die Räume nicht genutzt werden, geheizt wird. Auch eine Absenkung über Nacht oder das schnelle Abschalten an heißen Tagen ist entsprechend nur in geringem Maße möglich.

Denn nur nach mehreren Stunden der Wiederaufheizung, wird wieder eine angenehme Raumtemperatur erreicht. Das ständige Aufheizen wirkt sich zudem negativ auf deine Energiekosten aus.

 

Lösung: Plane mehr Heizfläche ein, z. B. Wand und Deckenflächen, dadurch wird eine geringere Temperatur benötigt und du erreichst schneller die Wohlfühltemperatur.

 

Unser Profitipp: Lass die Temperatur der Fußbodenheizung konstant auf 23 °C der Fußsohlen Temperatur. Die Wandheizung kannst du dann je nach Empfinden anpassen. Sie ist besonders reaktionsschnell, da eine geringere Überdeckung vorhanden ist und sie hauptsächlich über Strahlung arbeitet.

 

Nachteil #2: Aufwändige Nachrüstung

Einbaukosten von klassischen Fußbodenheizungen im Neubau sind mittlerweile nahezu ident mit denen alternativer Heizvarianten. Anders sieht es bei der Nachrüstung aus. Entweder muss der Fußboden um einige Zentimeter erhöht werden oder die notwendigen Kanäle müssen in den Fußboden gefräst werden. Je nach Bodenkonstruktion und Wertigkeit des Oberbodens kann dies teuer werden.

Als Alternativen sind auch elektrische Fußbodenheizungen und Dünnbett-Fußbodenheizungen möglich, welche mit verhältnismäßig wenig Aufwand nachgerüstet werden können. Wesentlicher Nachteil ist dabei, dass diese Varianten hauptsächlich Einzelraumlösungen sind und die Betriebskosten sehr hoch sind.

 

Lösung: Eine weitere Möglichkeit in der Sanierung stellt die Flächenheizung dar. Diese kann nicht nur im Fußboden, sondern auch an der Wand und/oder der Decke angebracht werden. So kann die kostspielige Nachrüstung am Boden umgangen werden.

 

Unser Profitipp: Lass die Temperatur der Fußbodenheizung konstant auf 23 °C der Fußsohlen Temperatur. Die Wandheizung kannst du dann je nach Empfinden anpassen. Sie ist besonders reaktionsschnell, da eine geringere Überdeckung vorhanden ist und sie hauptsächlich über Strahlung arbeitet.

 

Nachteil #3: Durchblutungs- und Venenprobleme

Solange die richtige Temperatur eingestellt ist, stellt eine Fußbodenheizung grundsätzlich keine Gefahr für deine Durchblutung und Venen dar. Die langsame Reaktionszeit der klassischen Fußbodenheizungen, verleitet jedoch gerne dazu, die Temperatur zu weit aufzudrehen.

Des Weiteren gibt es bei manchen klassischen Fußbodenheizungen die Herausforderung des „Warm-Kalt-Warm-Kalt“-Effekts. Dieser entsteht, wenn der Heizschlauch mit zu großem Abstand verlegt wird oder der Heizschlauch in seiner Länge zu stark abkühlt. Dadurch fühlen sich einige Stellen zu warm, und andere zu kalt an. Um die Temperaturunterschiede auszugleichen, muss noch stärker geheizt werden.

An diesem Punkt wird es schädlich für deine Durchblutung und deine Venen. Durch die Hitze entstehen zwar keine Krampfadern. Allerdings werden bestehende stärker belastet, da sich die Gefäße erweitern und vermehrt Stauungseffekte auftreten.

Nach der Norm DIN EN 1264, sind bei Fußbodenheizungen in Aufenthaltsbereichen nur noch Temperaturen bis 29 °C erlaubt. Trotzdem sind dauerhafte 29 °C nicht gesundheitsfördernd für Personen, die bereits Durchblutungs- und Venenleiden haben. Darum ist es wichtig, dass du die Temperatur deiner Fußbodenheizung nicht höher als die Temperatur deiner Fußsohlen einstellst.

 

Lösung: Wähle eine Fußbodenheizung, die eine möglichst gleichmäßige Oberflächentemperatur hat. Ein geringer Rohrabstand verhindert große Schwankungen.

 

Unser Profitipp: Eine Fußbodenheizung mit Paralleldurchfluss verringert, durch das Tichelmann System, die Abkühlung in der Länge des Rohres. So verliert deine Fußbodenheizung weniger Temperatur und die Fläche hat demnach eine noch gleichmäßigere Temperatur!

 

Fußbodenheizung seriell

Schlauch System, Rohrabstand: 12 cm

Fußbodenheizung parallel

Parallel System, Rohrabstand: 8 cm

 

Fazit

Egal ob du eine Fußbodenheizung in deinem Neubau installieren oder sie im Altbau nachrüsten möchtest, sie wird dir deinen Wohnkomfort steigern. Bei vielen klassischen Fußbodenheizungssysteme musst du aber Abstriche machen und Nachteile in Kauf nehmen. Egger Wohlfühlklima hat sich darauf spezialisiert, diese Nachteile zu eliminieren.

Das eigens von uns produzierte egger System hat den Anspruch, den Wohnkomfort zu optimieren. Du willst mehr über das egger System erfahren und wissen, ob es in dein Projekt mit eingebunden werden kann? Dann informiere dich weiter und klicke hier.

Ja, ich will mehr von der egger Fußbodenheizung erfahren!