Besonders in Produktionshallen, Lagerhallen, Autohäusern & Co staut sich im Sommer die Hitze – zum Leiden der Arbeitenden.

Bei großen Hallen kommen Kühlsysteme, wie herkömmliche Klimaanlagen, schnell an ihre Grenzen. Vor allem, wenn diese nicht immer geschlossen sind: Wird das Hallentor z.B. bei einer Lieferung kurz geöffnet, strömt sofort warme Luft in die gekühlte Halle und das Kühlsystem muss wieder Gas geben. Das lässt die Energiekosten ordentlich in die Höhe schnellen …

Wie schön wäre es, wenn es ein Kühlsystem geben würde,

…welches deine Produktionshalle schnell und kosten-effizient kühlt?
…bei der sich alle Mitarbeiter (ohne lästigen Luftzug oder Staubaufwirbelung) wohlfühlen?
…die du auch bei sensiblen Produkten wie Medikamenten, Lebensmittel und Co. verwenden kannst?

Das klingt wie Wunschdenken? Mit Flächenkühlung als Hallenkühlung ist das möglich!

In diesem Beitrag möchte ich genau erklären, wie Hallenkühlung mittels Flächentemperierung funktioniert und wie du sie in deiner Produktions- oder Lagerhalle integrieren kannst.

Funktionsunterschied Hallenkühlung mittels Flächentemperierung vs. klassischer Klimaanlage

Mit Flächentemperierung ist gemeint, dass nicht die Luft (wie bei einer herkömmlichen Klimaanlage), sondern die umgebenden Flächen in der Halle (Decke, Boden, Wand) gekühlt werden. Dieser “Flächenkühlung“ funktioniert im Prinzip wie eine Fußbodenheizung: Nur anstatt warmes, wird kühles Wasser durch die Rohre im Boden (und/oder Decke und/oder Wand) gepumpt. Das kühlt die Fläche.

Diese Kühlung genügt, um eine große Produktionshalle mit heißen Maschinen und vielen Mitarbeitern zu kühlen. Damit du verstehst wie das funktioniert, möchte ich dir zuerst 3 Möglichkeiten der Wärmeübertragung erklären.

Die 3 Möglichkeiten der Wärmeübertragung:

  1. Wärmeströmung (=auch Konvektion genannt): Bei der Wärmeströmung wird die Wärme über die Luft übertragen. Ähnlich, als würdest du mit einem Föhn im Bad hantieren oder wie beim klassischen Heizkörper. Stehst du nah am Heizkörper, ist es wärmer, als wenn du weiter entfernt stehst.
  2. Wärmeleitung: Dabei wird ein bestimmter Körper (z.B. die Herdplatte) erwärmt. Stellst du einen Topf darauf, wird dieser auch heiß.
  3. Wärmestrahlung: Wärme wird mittels elektromagnetischer Wellen (Infrarotstrahlung) übertragen. Das Prinzip der Wärmestrahlung kannst du z.B. im Winter auf der Skihütte testen: Obwohl du auf 2.500 Metern Höhe bei minus fünf Grad im T-Shirt draußen sitzt, ist dir nicht kalt, solange die Sonne auf deine Haut scheint.

Dieses Prinzip der Wärmestrahlung kannst du auch bei Kühlsystemen verwenden. Die “überschüssige Wärme” geht dabei immer zur “kühlen Fläche”.

Wie werden die Flächen in der Hallen gekühlt?

In den Hallenflächen (Wand, Boden, Decke) wird ein Rohrsystem (wie bei einer Fußbodenheizung) verlegt. Durch dieses fließt kaltes Wasser (ca. 16 °C bis 20 °C), das die Flächen kühlt. (Die exakte Temperatur-Einstellung hängt vom Kälteempfinden der jeweiligen Arbeitenden ab).

Körper, die in der Halle wärmer als die Flächen sind (Maschinen, Personen, Gegenstände etc.), übertragen ihre Wärme auf die kalte Fläche via Wärmestrahlung.
Es entsteht ein angenehmer Strahlungsaustausch: Die Körpertemperatur der Arbeitenden passt sich langsam an den Raum an. Der Vorteil: Sie verspüren eine angenehme Kühlung (im Gegensatz zur Klimaanlage, die sie punktuell kalt anbläst)

In einem Video erklären wir genau, wie z.B. die Fußbodenkühlung funktioniert:

Wie kannst du Flächenkühlung in einer Halle integrieren?

  1. Als Fußbodenkühlung: Entscheidest du dich für eine Fußbodenkühlung, wird das Rohrsystem im Hallenboden installiert. Das funktioniert auch, wenn schwere Maschinen auf dem Boden stehen.
  2. Als Wandkühlung: Dabei werden die Rohre in den Hallenwänden integriert.
  3. Als Deckenkühlung: Bei der Deckenkühlung wird das System in der Decke verbaut. Ein Vorteil dabei ist, dass an der Decke keine Geräte oder Maschinen stehen und die gesamte Deckenfläche mit Rohren ausgestattet werden kann. (Die Deckenrohre können unter gewissen Voraussetzungen sogar unverkleidet bleiben).

6 Gründe, warum dein Unternehmen von einer Hallenkühlung profitiert

In einem separaten Blog-Beitrag haben wir die Vorteile einer Flächenkühlung genau aufgeführt. Ich fasse sie hier für dich zusammen:

#1 Energiekosten senken

Einer der Top-Gründe eines jeden Unternehmens für die Hallenkühlung mittels Flächenkühlung sind die meist niederen Energiekosten.

  • Weniger Energie für Kühlung benötigt: Bei einer Flächenkühlung steckt der Großteil der Energie in den Flächen und nicht in der Luft. Das bedeutet, dass bei kurzfristiger Lüftung (z.B. das Hallentor wird geöffnet) der Energieverlust nach außen sehr gering ist. Strömt nun über lange Zeit sehr warme Luft in die Halle, gibt die Fläche auch Energie an die Luft ab, die dann aber wieder nach außen verschwindet.
  • Natürliche Kälte aus dem Erdboden nutzen: Als Alternative kannst du auf die “fast kostenlose Kühlung” aus der Erde zurückgreifen. Auch im Hochsommer hat der Boden unter der Erde ca. 15 Grad Celsius. Anstatt das Rohrwasser mit einer z.B. Wärmepumpe zu kühlen, kann das Wasser abkühlen, indem es einfach durch die kühle Erde fließt. Nachdem das Rohrsystem in deiner Halle verbaut wird ein weiteres Rohrsystem unterhalb der Halle oder einer Fläche im Erdreich neben bzw. außerhalb der Halle verbaut. Diese sogenannte “Kälteerzeugungsfläche” wird dann mit dem Hallenrohrsystem verbunden. Das Wasser wird unter (oder außerhalb) der Halle auf die Umgebungstemperatur gekühlt. Dieses fließt dann in die warme Produktions- oder Lagerhalle. Das warme Wasser fließt dann wieder zurück in den Erdboden und wird wieder “natürlich gekühlt”. Ein Kühlkreislauf, der dich praktisch nichts kostet.

#2 Gesundes Klima für Mitarbeiter & Umwelt

Dank des Strahlungsaustausches können Mensch und Maschine ihre überschüssige Wärme an die kühlen Flächen abstrahlen. Die Luftzirkulation wird somit auf ein Minimum reduziert, die Luft ist weniger trocken und staubig. Zudem werden sie bei der Arbeit nicht ständig “kalt angeblasen”.

#3 Kein Schimmel

Unabhängig von der Luftfeuchtigkeit kann sich kein Schimmelbilden. Dank der Flächenkühlung haben die Oberflächen immer ca. 19 bis 21 Grad. Es kann sich kein Kondenswasser bilden und somit auch kein Schimmel.
Ein Unternehmen aus Innsbruck – Glas Peter – hatte auch mit Schimmelbefall zu kämpfen – dank Flächenkühlung gehört das der Vergangenheit an. (Mehr dazu kannst du in diesem Artikel nachlesen https://www.eggerklima.de/peter-schennach-sagt-begeistert-endlich-schimmelfrei/)

#4 Dank unsichtbarer Verbauung keine Einschränkungen für Maschinen & Co

Die Rohre werden praktisch unsichtbar in Decke, Fußboden oder Wand verbaut. Egal ob schwere Maschinen am Boden oder Regale an der Wand stehen – dank der niedrigen Aufbauhöhe können z.B. auch LKWs ungehindert in eine Halle reinfahren. Bei Hallen gibt es auch die Option, die Register sichtbar zu installieren (so kannst du zusätzlich Kosten sparen, wenn dir die Optik nicht so wichtig ist)

#4 Kühlt auch schwer kühlbare Hallen

Stell dir vor, deine Produktionshalle hat keine Wände – sondern besteht komplett aus Glas. Im Hochsommer eine Horrorvorstellung – aber kein Problem für eine Flächenkühlung. Auch bei scheinbar “nicht kühlbaren” Hallen, kann die Flächenkühlung ein angenehmes Raumklima schaffen. Das glaubst du nicht? Dann solltest du den Erfahrungsbericht der Fenster Breisau GmbH lesen: Wie angenehmes Klima in einer Halle erzeugt wird.

#6 Im Winter auch als Hallenheizung nutzbar

Mit einem Flächen-Kühlsystem können Sie im Winter auch die Halle heizen. Das funktioniert im Prinzip gleich wie die Kühlung – nur, dass anstatt kühlem warmes Wasser durch die Rohre fließt.

Hallenkühlung mit dem egger System: Dank Parallelsystem schneller & effizienter kühlen

Seit mehr als 20 Jahren installieren wir Hallenkühlungen mit unserem egger System. Wir haben das System schon in Produktionshallen, Autohäusern, Flugzeughallen –  aber auch in Restaurants, Schulen und Privathäusern integriert.

Du kannst praktisch jeden Raum – egal ob Alt- oder Neubau kühlen. Der Unterschied zu “herkömmlichen” Flächenkühlungen? Beim egger System sind die Rohre parallel (und nicht seriell) verlegt. Dank diesem sogenannten Tichelmannsystem kann das kühle Wasser schneller und effizienter durch die Rohre fließen. Dank eines Rohrabstands von 8 cm werden die Flächen auch gleichmäßiger gekühlt.

Der Vorteil: Du minimierst die Vorlaufzeit, die Hallen werden schneller und mit niedrigerem Energieaufwand gekühlt – das spart Energiekosten. Und jeder Mitarbeiter fühlt sich rundum wohl.

Du willst noch mehr über Hallenkühlung mit dem egger System erfahren?

Kontaktiere uns gerne telefonisch (+43 5223 411 68 11), per E-Mail oder über unser Kontaktformular. Wir beraten dich bei einem kostenlosen Erstgespräch und sehen uns dein Unternehmen genau an und finden gemeinsam eine Lösung.

Liebe Grüße

Annette & Christian Egger