Eine Wand-Temperierung im Trockenbau ist eine sehr interessante Variante für die Wärmeverteilung. Sowohl in der Sanierung als auch im Holzständerbau hat diese Aufbauvariante seine speziellen Einsatzgebiete. Die Konstruktion für die Wand-Temperierung kann ganz leicht auf vorhandene Wände aufgebracht werden oder auch in bestehende Wandaufbauten integriert werden.

 

Die Vorteile des Trockenbaus liegen auf der Hand:

  • kein Einbringen von Feuchtigkeit durch Putz
  • keine Kernsanierung notwendig
  • kann während des Wohnbetriebs eingebaut werden (sanfte Sanierung)
  • Verkleidung durch Gipskarton, Fermacell oder Dekorflächen kann durch Eigenleistung erbracht werden.
  • Rückbau in Denkmalobjekten möglich (reversibel)

Der Lufteinschluss im Hohlraum sorgt für einen schlechteren Wärmeübergang, man ist daher allgemein der Meinung, dass diese Trockenbau-Variante so gar nicht funktioniert.

 

Wie verhält sich dies in der Praxis jedoch tatsächlich und welche Auswirkungen hat es konkret?

Infrarotaufnahme-wandheizung-trockenaufbau

Infrarotaufnahme einer Trockenbauwand mit und ohne Füllung

IR Aufnahme einer Trockenbauwand mit und ohne Füllung um dies herauszufinden, haben wir eine längere Innenwand mit einer raumhohen Wand-Temperierung versehen und diese im Trockenbau mit Gipskarton verkleidet.

Die untere Hälfte des Luftraumes haben wir mit unterschiedlichen Materialien gefüllt, und so die Luft eliminiert, in der oberen Hälfte blieb der Hohlraum mit Luft. Im Wärmebetrieb zeigen IR-Aufnahmen die Unterschiede der Oberflächen-Temperaturen der jeweiligen Aufbauten.

Das Ergebnis ist, dass die Flächen mit Luft im Hohlraum eine lediglich um ca. 3 °C niedrigere Oberflächen-Temperatur aufweisen.

 

Fazit:

Wenn man das Temperaturniveau des Heizwassers beim Trocken-Aufbau um 3 °C erhöht, erreicht man die gleiche Oberflächen-Temperatur wie bei einem verputzen Aufbau. Du hast Interesse an einer Wand-Temperierung im Trockenaufbau? Dann klicke hier und nimm Kontakt auf.

Ja, ich möchte Informationen zur egger Wand-Temperierung.