Herkömmliche Fußbodenheizungen haben sich schon lange etabliert und sind bei vielen Bauherren bereits Standard.

Beim Einholen von Angeboten wird jedoch meist Fußbodenheizung mit Fußbodenheizung verglichen und somit vergleicht man fälschlich
Äpfel mit Birnen.
Eine detailliertere Auswahl lohnt sich hier jedoch enorm!

Entscheidend für die Behaglichkeit und die Wirtschaftlichkeit einer Fußbodenheizung ist:

  • der Verlege Abstand der Rohre zueinander sowie
  • die Art der Durchströmung (seriell oder parallel)

Der Verlege Abstand der Rohre entscheidet maßgeblich, mit welcher Vorlauftemperatur die Heizung betrieben werden muss bzw. kann.
Generell gilt: je geringer der Verlege Abstand ist, desto weniger Vorlauftemperatur wird benötigt:

  • mehr Energieeinsparung ist möglich
  • gleichmäßiger und gesünder ist die Oberflächentemperatur
  • unabhängiger ist man bei der Wahl der Energie-Erzeugung

Bei der Art der Durchströmung sind bislang nur die herkömmlichen Verlegearten (Mäander- oder Schneckenprinzip) mit der seriellen Durchströmung (nacheinander) bekannt.
Hierbei handelt es sich um ein Endlosrohr, welches jedoch je Heizkreis aus hydraulischen Gründen (Rohrwiderstand) auf eine maximale Rohrlänge von ca. 100 Laufmeter (je nach Hersteller) begrenzt ist. Durch diese hydraulische Rohrlängen-Begrenzung ist auch die m² Anzahl des jeweiligen Heizkreises je nach Rohrabstand eingeschränkt (siehe Tabelle).

Parallel-Prinzip (Tichelmann)
Bei der Verlegeart nach Tichelmann mit paralleler Durchströmung gelten ganz andere hydraulische Gesetze mit enormen Vorteilen.
Der Rohrwiderstand ist hier viel geringer, wodurch auch bei sehr engem Rohrabstand wesentlich mehr m² je Heizkreis verlegt werden können (siehe Tabelle).

 

Die nachfolgende Tabelle zeigt in den ersten beiden Zeilen, dass bei gleichem Verlege Abstand der Rohre ein enormer Unterschied bei der möglich maximalem Heizfläche je Heizkreis ist, abhängig von der Art der Durchströmung (serielle oder parallel).
In den weiteren Zeilen ist sehr gut zu erkennen, wenn man für eine gewisse Standard-Raumgröße nur einen Heizkreis verwenden möchte, geht dies bei serieller Durchströmung nur, wenn der Verlege Abstand des Rohres größer wird.
Bei paralleler Durchströmung bleibt der Verlege Abstand des Rohres immer konstant auf den optimalen 8 cm.

 

Verlege Abstand
der Rohre
Laufmeter Rohr
pro m²
max. Fläche
pro Heizkreis
Art der Durchströmung
der Rohre
8 cm 13,5 m bis zu 60 m² parallel (nach Tichelmann)
8 cm 13,5 m 7,5 m² seriell (nacheinander)
10 cm 10 m 10 m² seriell (nacheinander)
15 cm 7,5 m 13 m² seriell (nacheinander)
20 cm 5 m 20 m² seriell (nacheinander)

 

Weitere Vorteile des parallelen Durchfluss-Systems

Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieses System ist, dass die Spreizung (Unterschied zwischen Vor- und Rücklauf-Temperatur), nur noch ein Bruchteil von dem der herkömmlichen seriellen Durchströmung ist.
Daraus ergibt sich eine:

  • gleichmäßige Oberflächentemperatur und
  • geringere Vorlauftemperatur für dieselbe mittlere Oberflächentemperatur.

Mit dem parallelen Durchfluss beim egger Register ist die optimale Flächen-Temperierung umsetzbar, und somit ist auch der Weg frei für dir optimale Raum-Temperierung.
„Gesundes Temperieren statt Heizen/Kühlen“